Kunstmuseum Reutlingen >>>

Ausstellung:

pausen – Constanze Vogt – 17. Stipendiatin der HAP-Grieshaber-Stiftung

Samstag, 30. Mai 2020 – Sonntag, 06. September 2020

Constanze Vogt (*1984, lebt in Kiel) ist die 17. Stipendiatin der HAP-Grieshaber-Stiftung. Sie studierte bis 2015 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seit Oktober 2019 lebt und arbeitet sie für insgesamt zehn Monate in Reutlingen und führt hier ihre Arbeit an aufwendig hergestellten Skulpturen und Zeichnungen fort, die sie 2018 im Rahmen eines Stipendiums der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn unter dem Titel spalten ausgestellt hatte. In der Ausstellung pausen für das Kunstmuseum Reutlingen / Galerie zeigt sich das ganze Spektrum des künstlerischen Schaffens von Constanze Vogt. Insgesamt vier Werkserien sind in der Ausstellung zu sehen: Voluminöse Objekte aus vernähten, fragilen Kohlepapieren (Schwarzpausen) mit dem Titel pausen; großformatige Hängeskulpturen der Reihe reifen aus gespanntem, feinen Garn und Holzreifen; weiße Bodenobjekte, mit dem Titel nähte, halb schimmernd, halb verstofflicht; und faszinierende Zeichnungen, die erst auf den zweiten Blick zeigen, dass es sich nicht um computergenerierte Arbeiten handelt, sondern um Handzeichnungen. Constanze Vogt untersucht die Reaktion von Material auf fremde Verarbeitungsprozesse – ein Vorgehen, das allen gezeigten Arbeiten zugrunde liegt. Aus den von der Künstlerin gesetzten methodischen Verfahren entstehen durch manuelle Wiederholungen Objekte, die ihre Materialästhetik im Prozess vollkommen verändert haben. Sie fügen sich in den zwischen sakraler und industrieller Anmutung changierenden Gewölbestrukturen im Untergeschoss der Wandel-Hallen zu einem stimmigen Gesamtbild. Fragile und ephemere Materialien wie Papier formt Constanze Vogt zu monumentalen Hängeskulpturen, die sich in den zwischen sakraler und industrieller Anmutung changierenden Gewölbestrukturen im Untergeschoss der Wandel-Hallen zu einem stimmigen Gesamtbild fügen.

Zur Ausstellung erscheint Ende Juni 2020 ein Katalog herausgegeben von Katharina Neuburger für das Kunstmuseum Reutlingen, Wienand Verlag, Köln (96 Seiten).

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