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Ausstellung:

Walter Dohmen – Linien und Flächen – Präsentation der Neuzugänge

Sonntag, 17. November 2019 – Sonntag, 19. Januar 2020

Mit Walter Dohmen stellt die LUDWIGGALERIE in ihren Neuzugängen einen der wichtigsten deutschen Künstler im Bereich der grafischen Künste vor.

Dank der Unterstützung durch den Lions Club Oberhausen-Glückauf und einer überaus großzügigen Schenkung des Künstlers konnte ein knapp 50 Arbeiten umfassendes Konvolut in den Bestand des Oberhausener Kunstbesitzes übernommen werden.

Die Auswahl umfasst frühe Arbeiten aus den 1970er Jahren, wie das Mädchen mit Zopf und Schleife, bis hin zu aktuellen Werken. Dabei sind diverse grafische Techniken vertreten: vom Hochdruck wie dem Holzschnitt über den Flachdruck der Lithografie bis zum Tiefdruck des Kupferstiches und den verschiedenen Ätzverfahren von Radierung und Aquatinta.

Dohmen, der 1982 ein bis heute gültiges Lehrbuch zur Lithografie und 1986 ein weiteres über den Tiefdruck geschrieben hat, gilt als ausgesprochener Kenner komplizierter grafischer Techniken. Seine Experimente mit resistenten Tuschen führen zu malerischen Ergebnissen. Seine Blätter im Verfahren des Chine Collé, in dem ein sehr dünnes asiatisches Papier (meistens hergestellt aus den Fasern des Maulbeerbaumes) mit eingebracht wird, bringen – wie bei der Frau mit Reisig – ungewöhnliche Farbigkeit in die Werke. Blattgold kann ebenfalls zu den Kombinationsstoffen gehören. Auch das üblicherweise eher kleine Format der Grafik wird von ihm verlassen, wie es die Sechserserie der Kauernden zeigt.

Der Kupferstich, ein Tiefdruckverfahren, das im 15. und 16. Jahrhundert mit Künstlern wie Martin Schongauer und Albrecht Dürer seinen Höhepunkt hatte, wird von Dohmen aktualisiert. In erstaunlicher Weichheit und Bewegung gräbt er mit dem Stichel den Metallspan aus der Kupferplatte und gibt Darstellungen eine Geschmeidigkeit, wie sie bisher in diesem Verfahren nicht gekannt wurde.

Nähere Informationen zu dem ausstellungsbegleitenden Rahmenprogramm gibt es unter www.ludwiggalerie.de.

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