Kunstsammlungen Chemnitz – Grafische Sammlung >>>

Ausstellung:

Von Pablo Picasso bis Robert Rauschenberg – Schenkung Céline, Heiner und Aeneas Bastian – Hommage à Ingrid Mössinger

Sonntag, 12. November 2017 – Sonntag, 18. Februar 2018

Vom 12. November 2017 bis zum 18. Februar 2018 zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz die Ausstellung „Von Pablo Picasso bis Robert Rauschenberg. Schenkung Céline, Heiner und Aeneas Bastian. Hommage à Ingrid Mössinger“. Die Präsentation vereint eine umfangreiche Sammlung vielfältiger zeitgenössischer Positionen. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen, Installationen, Collagen, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und die verschiedensten Drucktechniken. Durch die Schenkung der Familie Bastian wurde der Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz an zeitgenössischer Kunst beträchtlich erweitert. Sie umfasst über 200 Einzelwerke internationaler Künstler aus Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, Spanien und den USA.

Vom ältesten Künstler der Ausstellung, Pablo Picasso (1881–1973), werden zwei Grafiken gezeigt: die Radierung „Sculpteur, modele couché et sculpture“ (1933) aus der bekannten Serie „Suite Vollard“ und die Farbaquatinta „Bethsabée“ (1966). Einen Höhepunkt der Schau bildet das Werk „Narcissus/ROCI USA“ (1990) von Robert Rauschenberg (1925–2008) aus der Reihe der „Rauschenberg Overseas Culture Interchange“. Andy Warhol (1928–1987) ist mit dem Druck „Mao“ (1944) vertreten. Die Arbeit „Iphigenie“ (1973) von Joseph Beuys (1921–1986) besteht aus zwei Blättern desselben Motivs zweier verschiedener Stadien des Siebdruckes. Cy Twomblys (1928–2011) späte Fotografien „Three Views of the Hofgarten, Munich“ (2008) zeigen drei Perspektiven des Parks und eines Gebäudes im Münchner Hofgarten. Wim Wenders` (*1945) „Two Cars and a Woman Waiting, Houston Texas“ (1983) entstammt der Fotografie-Serie „Written in the West“ und ist eine von wenigen seiner fotografischen Arbeiten, auf denen Menschen zu sehen sind. Für sein „Bouquet“ (2014) wählte Gerhard Richter (*1932) das Diasec-Verfahren, eine aufwendige Drucktechnik, bei der ein acrylharzversiegelter digitaler Farbfotoabzug auf eine hochwertige Aluminiumplatte aufgezogen wird. Die Arbeiten von Luc Tuymans (*1958) zeigen seine typische lasierende und absichtlich verschwommene Malweise.

Der jüngste Künstler der Ausstellung, David R. L. Jones (*1980), erschafft in seinen „Implosive Neuro Polymorphism/ Conjoined Arena“ betitelten Werken aus Lack- und Acrylfarbe seine eigenen fantastischen Bildwelten. Ähnlich kleinteilig, aber gegenständlich arbeitet die Hamburgerin Anna Genger (*1978) in ihren Gemälden und aufwendig gestalteten Collagen, die bei jedem neuen Blick andere Teilmotive preisgeben. Strenger strukturierte Gemälde wie „Half Pipe“ von Olaf Holzapfel (*1967) verdeutlichen die Vielfältigkeit der Schenkung Bastian ebenso wie die Gegenüberstellung abstrakt und figürlich arbeitender Künstler. Werken wie denen des Künstlers Wilhelm Sasnal (*1972) aus Warschau liegen meist Bilder aus dem Internet, eigene Fotografien oder Stills aus Filmen zugrunde. Die 38-teilige Serie „Der Tod des Marcel Boryna“ des niederländischen Zeichners Marcel van Eeden (*1965) erinnert durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast an den klassischen Film Noir. Insgesamt 99 Druckgrafiken des sächsischen Künstlers Eberhard Havekost (*1967) zeigen auf den ersten Blick alltägliche Dinge und Szenerien und laden dazu ein, ihren tieferen Sinn zu ergründen. Mit ihrem Werk „FORGET“ (2005), das zu ihren seltenen ungegenständlichen Arbeiten zählt, ist die Bildhauerin Stella Hamberg (*1975) vertreten.

Die Zusammenarbeit der Kunstsammlungen Chemnitz mit der Familie Bastian begann 2002 mit der Schau „Picasso et les femmes“. Einige Jahre später folgten weitere bedeutende Ausstellungen wie die Präsentation der gesamten „Suite Vollard“ von Pablo Picasso (2012), „Joseph Beuys – Zeichnungen“ (2014) und „Andy Warhol – Death and Disaster“ (2014/15).

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