Kunstmuseum Ahlen – Graphische Sammlung >>>

Ausstellung:

INTERMEZZO 2017: Farbe & Körper im Raum. Teil 2: Michael Cleff: An den Rändern, Werner Pokorny: Skulptur & Zeichnung

Sonntag, 06. August 2017 – Sonntag, 01. Oktober 2017

Das diesjährige INTERMEZZO beschäftigt sich mit den vielfältigen Bezugspunkten von dreidimensional wirkender Kunst im Raum. Anders als sonst werden in diesem Jahr jeweils zwei künstlerische Positionen parallel präsentiert, so dass insgesamt vier Einzelausstellungen unter dem gemeinsamen Thema „Farbe & Körper im Raum“ nach- und nebeneinander gezeigt werden. Den Beginn haben Christoph Dahlhausen und Peter Stohrer gemacht, die trotz ähnlicher Fragestellungen zu völlig konträren Lösungen in ihrer Arbeit mit Farbe, Raum und Licht gelangen. So stehen die teils flächigen, teils linearen architektonischen Setzungen von Christoph Dahlhausen noch bis zum 16. Juli 2017 den Malkörpern von Peter Stohrer gegenüber, die – gleichermaßen Malerei wie Skulptur – ihre starke stoffliche Präsenz im Ausstellungsraum entfalten.

Im zweiten Teil des INTERMEZZO werden ab dem 6. August 2017 im Neubau des Kunstmuseums Skulpturen und Zeichnungen von Werner Pokorny (* 1949) gezeigt, der mit Holz- und Stahl-skulpturen eine klassische Bildhauerposition besetzt. Vor allem das Haus als bildhauerische Urform und Metapher ist ein wesentliches Motiv innerhalb seines künstlerischen Schaffens. Eine vereinfachte Formensprache, die dem Material seinen Eigenwert belässt, und teils monumentale Dimensionen zeichnen die Skulpturen des ehemaligen Professors an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart aus.

Auch Michael Cleff (* 1961), dessen Arbeiten unter dem Titel „An den Rändern“ parallel dazu im Altbau präsentiert werden, versteht sich als Bildhauer, doch bringt sein Material Ton besondere Erfordernisse mit sich. An die Maße des Brennofens gebunden, sind bei Cleff ebenfalls architektonische Grundformen wesentliche Bestandteile seiner Keramik. System und Abweichung, weiße Glasur und farbige Akzentuierung sowie eine spielerische Konkretion sind dabei die vornehmlichen Qualitäten seiner sensiblen Objekte und Skulpturen. Ergänzend werden jüngste Zeichnungen des Künstlers präsentiert.

Die Kontrastierung der Werke Pokornys und Cleffs macht unterschiedliche Prinzipien des Umgangs mit Raum, Masse und Material sichtbar, welche die Beziehung von Innen und Außen betreffen, das Verhältnis von Geschlossenheit und Offenheit sowie die Spannung zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Mit ihren Arbeiten berühren beide Künstler grundsätzliche Fragen unseres Daseins in einem architektonisch definierten Raum.

< Zurück