Kunsthalle Bielefeld – Graphische Sammlung >>>

Ausstellung:

Antonius Höckelmann — Alles in allem

Samstag, 04. April 2020 – Sonntag, 13. September 2020

Antonius Höckelmann (1937-2000) ist einer der außergewöhnlichsten deutschen Künstler seiner Zeit. In Oelde/Westfalen geboren und dort zum Holzbildhauer ausgebildet, lebt er nach der Studienzeit in Berlin drei Jahrzehnte in Köln, wo er Teil der Kunstszene des Rheinlandes ist. Sein Werk zeigt Einflüsse des Informel, der neuen Figuration ab den 1960er-Jahren sowie der „Neuen Wilden“ der 1980er-Jahre. Höckelmann hat hauptsächlich Skulpturen und Zeichnungen geschaffen. Abstrakte, organische Formen vereinen sich mit gegenständlichen Motiven in teils monumentalen Papierarbeiten oder plastisch geformten Gebilden aus Gips, Styropor, Aluminiumfolie oder Bronze. In den 1980er-Jahren treten außerdem Acrylbilder von expressiver Farbigkeit hinzu. Höckelmann setzt in seinen Werken plastische Energien frei. Mit stark bewegten Oberflächen und dynamischer Linienführung schafft er fantastische, rätselhafte Bildwelten, in denen sich frei gestaltete und figürliche Formen zu dichten Kompositionen verbinden.

Höckelmann hat an der documenta 6 und 7 teilgenommen und war vor allem in den 1980er-Jahren neben Malerkollegen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und A. R. Penck in den maßgeblichen deutschen Ausstellungen der Zeit vertreten. Die Präsentation der Kunsthalle Bielefeld soll zu einer längst überfälligen Neuentdeckung dieses Künstlers beitragen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

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